{"id":135,"date":"2007-01-01T20:17:30","date_gmt":"2007-01-01T18:17:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.goethe.klausdapp.de\/wordpress\/?p=135"},"modified":"2015-01-28T20:32:53","modified_gmt":"2015-01-28T18:32:53","slug":"ueberzeugungsarbeit-wie-geht-das-technisch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.goethe.klausdapp.de\/wordpress\/?p=135","title":{"rendered":"\u00dcberzeugungsarbeit &#8211; Wie geht das technisch?"},"content":{"rendered":"<p>Voraussetzung f\u00fcr den Bau einer Solaranlage auf dem Dach war die Zustimmung aller Eigent\u00fcmer. Deshalb wurde die Entscheidung mit den folgenden Informationen \u00fcber die technischen M\u00f6glichkeiten vorbereitet:<\/p>\n<p><strong>1. Prinzipieller Aufbau<\/strong><\/p>\n<p>Die angedachte Solaranlage soll der Unterst\u00fctzung der Warmwassererw\u00e4rmung dienen. Diese so genannte solarthermische Anlage nutz die Sonneneinstrahlung (direkt und diffus) zur Erzeugung von W\u00e4rme. Dabei erw\u00e4rmt die Sonne -vereinfacht dargestellt \u2013 einen schwarzen Blechstreifen, in dem eine Rohrleitung eingelassen ist. In diesem Rohr befindet sich die Solarfl\u00fcssigkeit (Wasser und Forstschutzmittel). Damit die W\u00e4rm effektiv genutzt wird, ist der Kollektor mit einer Glasabdeckung versehen und auf der R\u00fcckseite ged\u00e4mmt.<\/p>\n<p>Die folgende Abbildung f\u00fcr ein Einfamilienhaus zeigt den prinzipiellen Anlagenaufbau. Die Solarfl\u00fcssigkeit beim Durchflie\u00dfen des Kollektors aufgew\u00e4rmt und in den W\u00e4rmespeicher gepumpt. Dort gibt es durch einen W\u00e4rmetauscher die W\u00e4rme ab und wird wieder auf das Dach gepumpt. Die Solarfl\u00fcssigkeit kommt mit dem Trinkwasser nicht in Kontakt. Eine Steuerung sorgt daf\u00fcr, dass nur dann gepumpt wird, wenn die Solarfl\u00fcssigkeit am Kollektorausgang w\u00e4rmer ist als der W\u00e4rmespeicher. Die Heizung wird nur dann in Betrieb genommen, wenn die Solaranlage die vorgegebene Warmwassertemperatur nicht erreicht. Wesentlicher Unterschied der geplanten Anlage zu diesem Beispiel ist die Notwendigkeit eines gr\u00f6\u00dferen Speichervolumens und gr\u00f6\u00dferer Kollektorfl\u00e4chen, das durch zwei zus\u00e4tzliche Speicher (insgesamt ca. 1.600l) erreicht wird und einer Kollektorfl\u00e4che von ca. 20 Quadratmetern erreicht wird.<\/p>\n<p><strong>2. M\u00f6glichkeiten zum Einsatz in der Goethestra\u00dfe 20a<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Anbindung an die vorhandene Anlage<\/strong><\/p>\n<p>Die Rohre f\u00fcr die Solarfl\u00fcssigkeit liegen bereits im Versorgungsschacht der Wohnungen 1,4,7,10 jeweils im Bad. Es m\u00fcssen deshalb in den Wohnungen keine neuen Rohre gelegt werden. Im Keller (Heizungskeller und Anschlussraum) ist genug Platz f\u00fcr zus\u00e4tzliche Warmwasserspeicher vorhanden. Die Heizungsanlage (konkret der Warmwasserspeicher der bestehenden Anlage) ist f\u00fcr den Anschluss der Solaranlage geeignet. Lediglich beim Vor- und R\u00fccklauf vom Heizkessel zum Speicher muss eine \u00c4nderung erfolgen, damit die W\u00e4rme der Solaranlage eingespeist werden kann. Ein Ersatz des Brenners oder anderer Teile der Heizungsanlage ist nicht notwendig.<\/p>\n<p>Noch nicht gekl\u00e4rt ist die Notwendigkeit eines speziellen Blitzschutzes. Ggf. ist die Installation eines Blitzableiters (Draht mit ca. 5mm Durchmesser) zum Blitzschutz und zur Erdung der Anlage notwendig.<\/p>\n<p><strong>2.2 Aufbaum\u00f6glichkeiten auf dem Dach (Statik\/Wind)<\/strong><\/p>\n<p>Das Dach des Hauses Goethestra\u00dfe 20a besteht im wesentlichen aus einer 18 Zentimeter dicken Stahlbetonplatte. Als Abdichtung und D\u00e4mmung folgen eine Dichtungsschicht, die D\u00e4mmung aus Polystyrol (Dauerhafte Belastbarkeit nach Herstellerangaben = 30 kPa, entspricht Tragkraft 3.000kg\/m2), eine weitere Dichtungsschicht und eine 5 Zentimeter hohe Kiesschicht. Die Kiesschicht hat die Aufgabe ein Abheben der D\u00e4mmung und Dichtung bei Wind zu verhindern und die obere Dichtungsschicht gegen Witterungseinfl\u00fcsse (vor allem Sonneneinstrahlung) zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.goethe.klausdapp.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Dach-Rohrdetail-2-mit-Isolierung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-136 alignright\" src=\"http:\/\/www.goethe.klausdapp.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Dach-Rohrdetail-2-mit-Isolierung-300x206.jpg\" alt=\"Dach-Rohrdetail 2 - mit Isolierung\" width=\"300\" height=\"206\" srcset=\"http:\/\/www.goethe.klausdapp.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Dach-Rohrdetail-2-mit-Isolierung-300x206.jpg 300w, http:\/\/www.goethe.klausdapp.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Dach-Rohrdetail-2-mit-Isolierung-1024x703.jpg 1024w, http:\/\/www.goethe.klausdapp.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Dach-Rohrdetail-2-mit-Isolierung-624x428.jpg 624w, http:\/\/www.goethe.klausdapp.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Dach-Rohrdetail-2-mit-Isolierung.jpg 1139w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Damit es keine Probleme mit der Dichtigkeit des Daches beim Anschluss der Solaranlage geben kann, hat die Nassauische Heimst\u00e4tte die Verbindungsrohre vom Keller auf das Dach bereits durch die Dichtungsschichten gef\u00fchrt (im orangenen Rohr links mit Deckkappe, Dach noch ohne Kiesschicht).<\/p>\n<p>Die Solarpanels selber werden auf einem Gestell an mit Kies gef\u00fcllten Wannen befestigt, die mit einer Schutzmatte auf die obere Dichtung gestellt werden. Daf\u00fcr wird der Kies zur Seite ger\u00e4umt und dann wieder in die Wanne gef\u00fcllt. Die Dichtungsschicht wird dadurch nicht beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n<p>Damit die Kollektoren nicht durch Wind verschoben werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Wannen nach den neuesten Bauvorschriften mit 8cm Kies gef\u00fcllt werden. Um eine zus\u00e4tzliche Belastung des Dachs zu vermeiden, wird der Kies (z.Zt. 5cm) neben den Wannen entsprechend d\u00fcnner (ca. 2cm) wieder aufgetragen. Der Schutz des Dachs wird dabei nicht beeintr\u00e4chtigt und das Abheben durch die beschwerte Solaranlage verhindert. Dar\u00fcber hinaus profitiert die Lebensdauer des Dachs von der Beschattung durch die Kollektoren.<\/p>\n<p>Das Mehrgewicht der Kollektoren ist bei der Berechnung des Dachs als Putz (unabsichtlich) mit ber\u00fccksichtigt worden. Bei der Auslegung wurde f\u00fcr Putz 0,25 kN\/m2 (entspricht etwa 25 kg\/m2 bzw. ca. 2,5cm dickem Gipsputz) in die Berechnungen integriert. In den Dachwohnungen wurde jedoch direkt auf die Decke tapeziert, so dass diese Belastung nicht vorhanden ist. Das Dach ist dadurch problemlos in der Lage, dieses Gewicht, das in etwa dem eines modernen Absorbers entspricht, zu tragen.<\/p>\n<p><strong>2.3 Sichtbarkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die Anlage wird durch die \u201eHanglage\u201c und den Dachvorsprung von der Goethestra\u00dfe aus Richtung Heidelberger Stra\u00dfe voraussichtlich nicht zu sehen sein. Aus Richtung Wilhelminenstra\u00dfe wird die Sicht auf das Dach durch das Haus Goethestra\u00dfe 20 (Querriegel NH) verhindert. Durch den breiten Dachvorsprung in der Goethestra\u00dfe wird die Sichtbarkeit noch geringer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Voraussetzung f\u00fcr den Bau einer Solaranlage auf dem Dach war die Zustimmung aller Eigent\u00fcmer. Deshalb wurde die Entscheidung mit den folgenden Informationen \u00fcber die technischen M\u00f6glichkeiten vorbereitet: 1. 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